Zurück ] Home ] Nach oben ] Weiter ]

Grafische Darstellung    Scheitelpunktform    Minimum und Maximum

Quadratische Funktionen (I)

Einführung

Im Gegensatz zur linearen Funktion gibt es insgesamt vier Varianten quadratische Funktionen:

Grafische Darstellung

Der Graph der Quadratfunktion stellt eine Normalparabel dar, deren Scheitelpunkt im Ursprung eines Achsenkreuzes liegt und deren beide Äste symmetrisch bezüglich der y-Achse sind:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wird in die Funktion der Normalparablen ein Faktor a eingeführt, dann werden die Parablenäste gedehnt oder gestaucht, je nachdem der Faktor größer oder kleiner 1 ist. Es gilt also:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Graph der Funktion , , ist eine gedehnte oder gestauchte Normalparabel. bedeutet Dehnung, bewirkt Stauchung längs der y-Achse. ist die Normalparabel. Bei wird die Parabel an der x-Achse gespiegelt.

Ähnlich wie bei der linearen Funktion wird durch einen Summanden in der Funktion nach dem Schema die Parabel auf der y-Achse verschoben. Ist , wird die Parabel nach oben verschoben, bei nach unten. Bei geht der Scheitelpunkt der Parabel durch den Ursprung des Achsenkreuzes und ergibt somit wieder eine Form der Normalparabel.

In der Funktion , , gibt der Summand c die Verschiebung einer Parabel entlang der y-Achse eines Koordinatenkreuzes und damit die Lage des Scheitelpunktes der Parabel an. bedeutet, dass der Scheitelpunkt auf der x-Achse liegt. ist eine Normalparabel, deren Scheitelpunkt auf der y-Achse in der Höhe c liegt. Bei ist die Parabel zusätzlich gedehnt oder gestaucht.

Die Grundform der quadratischen Funktion lässt sich durch einen unmittelbar an der Variablen x ansetzenden Summanden variieren. Bei wird die Parabel entlang der x-Achse verschoben und zwar für nach rechts und für nach links. Beachte dabei: Für lautet die Funktion , für lautet die Funktion !

Die Einbeziehung des Dehnungsfaktors a hat die gleiche Wirkung wie zuvor beschrieben: Die Funktion lautet dann . Die Einbeziehung von c bewirkt eine zusätzliche Verschiebung in Richtung der y-Achse (s.o.). Die Funktion lautet dann .

Alle Funktionen der vorgenannten Formen lassen sich entsprechend den bereits kennengelernten Regeln (siehe lineare Funktionen) in Funktionsgleichungen umstellen. Bsp.: .

Scheitelpunktform der Parabelgleichung

Über die Funktionsgleichung lassen sich die Koordinaten des Scheitelpunktes der Parabel bestimmen. Diese Gleichung bezeichnet man daher als Scheitelpunktform der Parabelgleichung. Um in einer quadratischen Funktionsgleichung die Koordinaten des Scheitelpunktes bestimmen zu können, bringt man sie auf deren Scheitelpunktform . Dazu ist zur Gleichung die quadratische Ergänzung zu addieren.

Gemäß den Regeln der binomischen Formel lässt sich ein Gleichungsterm auflösen zu bzw. zu . Man kann Ähnlichkeiten zwischen der quadratischen Funktionsgleichung der Parabel zur Auflösung der binomischen Formel erkennen. Der Dehnungsfaktor a und die Achsenverschiebung c bleiben zunächst unberücksichtigt. Wir erhalten dann einen Restterm .

Übertragen auf die binomische Formel können wir definieren: . Damit gilt auch . Wollen wir in der binomische Formel b extrahieren, so müssen wir durch 2a teilen: . Übertragen auf unseren Restterm bedeutet dies: .

Daraus folgt: .

Die quadratische Ergänzung zu ist also gleich dem Quadrat des halben Koeffizienten von x.

Setzen wir diese Erkenntnisse auf die vollständige quadratische Parabelgleichung um, so erhalten wir:

.

Angewendet auf die Scheitelpunktform der Parabelgleichung erhalten wir folgende Koordinaten für den Scheitelpunkt :

; und somit .

Die Scheitelpunktkoordinaten einer Parabel mit der Gleichung geben bei für genau einen x-Wert den kleinsten Funktionswert an. Bei (d.h. die Parabel ist nach unten geöffnet) gehört zum x-Wert der größte Funktionswert .

Den kleinste Funktionswert bezeichnet man als Minimum einer Funktion, den größten Funktionswert als Maximum.

Minimum und Maximum spielen bei vielen technischen und ökonomischen Berechnungen eine große Rolle (Bsp.: höchster Sonnenstand, Flutmaximum bzw. Flutscheitel, maximales Drehmoment, Gewinnmaximum, Kostenminimum, etc.).

Zurück zum Seitenanfang

Zurück zum Seitenanfang